so gründest du ein startup – ein praktischer leitfaden
Du hast eine Geschäftsidee, die du testen willst, oder träumst du davon, dein eigenes Unternehmen zu gründen? Lies unseren praktischen Schritt-für-Schritt-Leitfaden, um loszulegen.

Wenn du mit Ja geantwortet hast, schlägt in dir vielleicht ein Unternehmerherz. Vielleicht fragst du dich aber, wie du dein eigenes Startup gründest und aus deiner großartigen Idee ein erfolgreiches Unternehmen machst.
Auch wenn die Startup-Reise voller Abenteuer und Chancen stecken kann, ist es zugleich beängstigend und riskant, ein neues Unternehmen zu gründen. Deshalb ist es hilfreich, sich Tipps, Perspektiven und Inspiration von Startup-Gründern zu holen, die diesen Weg bereits gegangen sind.
Die estnische Unternehmerin Ülane Vilumets gründete ein reisebasiertes Startup und ist aktiv in der europäischen Startup-Community engagiert – sie nimmt an Hackathons teil und begleitet Startups als Mentorin in Accelerator-Programmen. Außerdem ist sie Head of Business Development bei e-Residency. In dieser Rolle unterstützt sie e-Residents dabei, ihre Startup-Reise in Estland zu starten – einem der unternehmerfreundlichsten Länder Europas.
Im Folgenden findest du 9 grundlegende und praxisnahe Schritte zur Gründung eines Startups. Sie zeigen außerdem, warum Estland mit e-Residency eine gute Option für alle sein kann, die ein ortsunabhängiges Unternehmen gründen möchten.
9 Essential Steps to Start a Startup
- Finde eine starke Geschäftsidee
- Betreibe Marktforschung (und lerne deine Wettbewerber kennen)
- Entwickle eine solide Geschäftsstrategie
- Identifiziere deine Finanzierungsoptionen für dein Startup
- Entscheide dich für deine Unternehmensstruktur und den Ort der Gründung
- Organisiere deine Finanzen
- Entwickle eine integrierte Marketingstrategie
- Erstelle ein MVP und bringe dein Produkt oder deinen Service auf den Markt
- Lass dein Startup wachsen
9 wichtige Schritte zur Gründung eines Startups
Behalte dabei Ülanes Erfahrung im Blick: Einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren für ein erfolgreiches Unternehmen ist ein Team – egal wie klein – das unterschiedliche Kompetenzen vereint. So kannst du sowohl dein Produkt oder deine Dienstleistung weiterentwickeln als auch gezielt am Wachstum und an der Skalierung deines Startups arbeiten. Wie Ülane sagt:
„Ein starkes Team, das weiß, wie man ein Unternehmen aufbaut und skaliert, ist ein entscheidender Faktor für langfristigen Erfolg.“
Über diesen wichtigen ersten Rat hinaus gibt dir die folgende Schritt-für-Schritt-Anleitung weitere praktische Denkanstöße – darunter die Wahl der richtigen Jurisdiktion für dein Startup und Möglichkeiten, wie du an Startup-Finanzierung kommst.
1. Finde eine starke Geschäftsidee
Der erste Schritt bei der Gründung eines Startups ist, eine Geschäftsidee zu finden, von der du glaubst, dass sie erfolgreich sein wird. In der Regel entsteht sie als Reaktion auf ein erkanntes Kundenbedürfnis, das entweder noch nicht erfüllt wird oder sich auf eine andere Weise lösen lässt. Das kann eine Reaktion auf wachsende Trends wie Nachhaltigkeit sein oder auf aufstrebende Märkte wie Kryptowährungen.
Zum Beispiel stellst du fest, dass es in deiner Stadt keine Zero-Waste-Läden gibt, obwohl nachhaltiges Leben dort immer beliebter wird. Dann könntest du auf die Idee kommen, eine Zero-Waste-Plattform aufzubauen, die diese lokale Community unterstützt. Wenn du nach Ideen suchst, lohnt es sich, verschiedene Startup-Nischen zu recherchieren, die international an Bedeutung gewinnen – etwa EdTech, FinTech oder KI.
Sobald du eine Idee hast, solltest du sie zunächst recherchieren und testen, um herauszufinden, ob sie tatsächlich tragfähig ist. Dazu gehört, die Wettbewerber am Markt zu analysieren, die Nachfrage nach dem Produkt oder der Dienstleistung einzuschätzen und zu prüfen, wie einfach es ist, in dieser Stadt geschäftlich tätig zu sein. Außerdem solltest du die rechtlichen und finanziellen Herausforderungen deiner Idee in der jeweiligen Stadt oder dem jeweiligen Land berücksichtigen und diese mit anderen Optionen vergleichen.
Startup-Tipp: Programme wie die estnische e-Residency helfen Unternehmern dabei, ein Unternehmen in Estland vollständig online zu gründen, zu führen und auszubauen – mit Zugang zum EU-Markt und einem globalen Business-Netzwerk.
2. Betreibe Marktforschung (und lerne deine Wettbewerber kennen)
Es ist entscheidend, dass du deine Zielgruppe verstehst – ihre Herausforderungen, ihre Bedürfnisse und das, wonach sie sucht. Nimm dir die Zeit, herauszufinden, was deine potenziellen Kunden wollen, wie ihr Kaufverhalten aussieht, wo sie leben, welche Interessen sie haben und wie ihre wirtschaftliche Situation ist. So kannst du deine Produkte, Services und Geschäftsstrategien gezielt anpassen und wirksamer gestalten.
Auch eine gründliche Analyse deiner Wettbewerber ist wichtig. Du musst wissen, was deine Wettbewerber anbieten, wie sich ihre Angebote und Preise mit deinen Produkten und Services vergleichen lassen, wie ihr Kundenservice aufgestellt ist und welches allgemeine Stimmungsbild zu ihrer Marke herrscht.
Eine umfassende Wettbewerbsanalyse kann dir helfen, Ansatzpunkte zur Verbesserung deiner Produkte und/oder Services sowie deine Alleinstellungsmerkmale zu identifizieren.
3. Entwickle eine solide Geschäftsstrategie
Eine durchdachte Geschäftsstrategie hilft dir dabei, das Wachstum deines Startups zu planen und klare, umsetzbare Meilensteine festzulegen, die du auf dem Weg dorthin erreichst. Außerdem unterstützt sie dich dabei, frühzeitig zu planen, wie du mit Hindernissen und Herausforderungen umgehst, welche Mitarbeiter und Rollen du einstellst, welche Finanzierungsformen du nutzt und wie du deinen Cashflow sicherstellst.
Ein Businessplan dient als Leitfaden für den Erfolg, der auf konkreten, messbaren und erreichbaren Zielen basiert, muss jedoch kontinuierlich überprüft und an die aktuellen Gegebenheiten angepasst werden. Er hilft dir dabei, die Alleinstellungsmerkmale deines Produkts, deine Zielgruppe, deine Wettbewerber sowie finanzielle Prognosen in deinem Businessplan klar zu definieren.
Durch meine Arbeit als Inhaberin der Marketingagentur Sendabee habe ich aus erster Hand erlebt, wie ein Businessplan durch sorgfältige Planung langfristig zum Erfolg beitragen kann. Und wie Ülane betont, verlangen viele staatliche Fördergeber im Rahmen des Antragsverfahrens einen Businessplan. Lass dich von diesem Schritt jedoch nicht abschrecken – Businesspläne müssen nicht umfangreich sein, und viele Gründer nutzen anfangs sehr grobe Pläne, um ihr erstes Wachstum zu steuern.

4. Identifiziere deine Finanzierungsoptionen für dein Startup
Startups brauchen oft unterschiedliche Formen der Startup-Finanzierung, um ihre Produkte zu entwickeln, zu skalieren und weiter zu wachsen.
Sofern du nicht über reichlich eigenes Kapital verfügst, ist es wichtig, frühzeitig zu planen, wie du dein Startup in den verschiedenen Wachstumsphasen finanzieren willst. Du kannst anfangs auf Eigenfinanzierung setzen und später eine Mischung aus Venture Capital, Unternehmenskrediten, Angel-Investoren sowie Unterstützung durch Startup-Acceleratoren und Inkubatoren nutzen. Außerdem kannst du auch Fördermittel und umsatzbasierte Finanzierungen in Betracht ziehen.
Mögliche Finanzierungsquellen und deine Förderfähigkeit frühzeitig zu klären, kann dir einen planbareren Weg eröffnen und dabei helfen, realistische Erwartungen zu entwickeln. Außerdem hilft es dir dabei, dein Geschäftsmodell gezielt so auszurichten, dass du die Voraussetzungen für eine Finanzierung erfüllst.
Das estnische Rechts- und Steuersystem gilt bei vielen Investoren als vertrauenswürdig, was Estland einen Vorteil gegenüber manchen anderen Ländern verschafft. Zudem haben Startups in Estland neben privater Finanzierung Zugang zu europäischen und estnischen staatlichen Fördermitteln, die in anderen Rechtsräumen möglicherweise nicht verfügbar sind.
Startup-Gründer entscheiden sich für eine Unternehmensregistrierung in Estland, weil es dort ein gut etabliertes Netzwerk von Startup-Finanzierern gibt – darunter Venture-Capital- und Private-Equity-Gesellschaften. Stöbere durch die Optionen im e-Residency-Finanzierungsportal:
5. Entscheide dich für deine Unternehmensstruktur und den Ort der Gründung
Startest du als Einzelunternehmer oder möchtest du den rechtlichen Schutz einer Gesellschaft nutzen, die dort registriert ist, wo du tätig sein willst? Wenn du dir vorab klar machst, welche Unternehmensform du nutzen möchtest, fällt es dir leichter, die passende rechtliche Struktur für dein Startup zu bewerten. Meist ist diese Entscheidung eng mit der Frage verbunden, wo du dein Unternehmen registrieren und gründen möchtest.
So könntest du zum Beispiel auch dann ein Unternehmen in Estland gründen und es remote führen, wenn du US-Bürger bist und in den USA lebst – etwa dann, wenn der Zugang zum EU-Markt besser zu deiner Marktstrategie passt. Das ist über das estnische e-Residency-Programm möglich, mit dem Startup-Gründer eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung (OÜ) in Estland gründen können. All das lässt sich vollständig remote erledigen, ohne die USA verlassen zu müssen, und der Prozess ist schnell und kostengünstig.
Es ist hilfreich, deine Optionen zu prüfen, welches Land sich am besten für das Wachstum deines Unternehmens eignet, und anschließend die Vor- und Nachteile einer Unternehmensgründung in den verschiedenen Ländern zu vergleichen. Diese Analyse sollte dir helfen, den besten Ort für die Unternehmensgründung zu bestimmen – basierend auf Faktoren wie der Einfachheit der Geschäftstätigkeit, der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmensbesteuerung, dem rechtlichen Schutz deiner Unternehmensrechte und dem Zugang zu internationalen Märkten.
Einer der Gründe, warum sich so viele Menschen für die Registrierung eines Unternehmens in Estland entscheiden, sind die fortschrittlichen e-Services des Landes, die es ermöglichen, ein Unternehmen zu 100 % remote zu führen. Zudem zählt Estland zu den Ländern mit den wettbewerbsfähigsten Steuersystemen der Welt und bietet Zugang zum EU-Binnenmarkt.
Außerdem erklärt Ülane, dass einige Länder nicht über derartig robuste Regelungen und Verfahren zum Schutz geistiger Eigentumsrechte (IP-Rechte) verfügen. Das ist ein weiterer überzeugender Grund, Estland als Standort für dein Startup zu wählen – insbesondere dann, wenn dein Geschäftsmodell auf einer Innovation basiert, die du patentieren möchtest.
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6. Organisiere deine Finanzen
Neben der Planung der Finanzierung deines Startups musst du auch ein Startup-Budget festlegen sowie deine Buchhaltung und Finanzaufzeichnungen sauber führen. Dazu gehört, ein Geschäftskonto zu eröffnen, deinen Cashflow zu steuern und sicherzustellen, dass du alle steuerlichen Vorschriften und Pflichten einhältst.
Für viele Startups kann dieser Teil der Unternehmensführung überwältigend wirken. Ein Unternehmen in einem Rechtsraum zu registrieren, der digitale Banklösungen anbietet, kann daher einen spürbaren Unterschied machen.
In Estland können e-Residents verschiedene digitale Banking-Optionen nutzen, die es sehr einfach machen, ein Unternehmen remote zu führen. Außerdem basiert die Besteuerung in Estland auf latenten Steuern, die es Startups ermöglichen, Gewinne steuerfrei zu reinvestieren und sich so in den ersten Jahren ganz auf ihr Wachstum zu konzentrieren.
7. Entwickle eine integrierte Marketingstrategie
Sobald dein Unternehmen an den Start geht, solltest du deine Marketingaktivitäten anstoßen, um deine Marke sowie deine Produkte oder Services bekannt zu machen.
Um das zu erreichen, sollte dein Startup über ein etabliertes Logo, eine Website, Social-Media-Kanäle und eine Marketingstrategie verfügen, mit der du deine Maßnahmen koordinierst und klare Ziele sowie Leistungskennzahlen (KPIs) festlegst. Ein Multichannel-Ansatz im Marketing hilft deinem Startup dabei, Kunden dort zu erreichen, wo sie sich aufhalten, und eine einheitliche, abgestimmte Kommunikation aufzubauen.
8. Erstelle ein MVP und bringe dein Produkt oder deinen Service auf den Markt
Unabhängig davon, was dein Unternehmen anbietet, ist es sinnvoll, zunächst einen Prototyp oder ein Minimum Viable Product (MVP) zu entwickeln, das du demonstrieren, verkaufen und testen kannst.
So erhältst du wertvolle Einblicke darin, wie dein Produkt funktioniert, wie Kunden es wahrnehmen und was sie tatsächlich erwarten. Dieser Prozess hilft dir dabei, deine Ideen zu validieren, und gibt dir die Möglichkeit, gezielt Verbesserungen vorzunehmen.
Sobald du dein Produkt oder deinen Service auf den Markt bringst, ist es an der Zeit, deinen Marketingplan umzusetzen und mit dem Verkaufen zu beginnen. In dieser Phase ist es hilfreich, Feedback von Kunden über deine verschiedenen Marketingkanäle und Verkaufspunkte hinweg zu sammeln, um Produkte, Services und deren Umsetzung weiter zu optimieren.
Wenn du ein Startup in Estland gründest, erwartet dich eine lebendige Startup-Community, die dich in der Gründungs- und Launchphase unterstützt – von Mentoren bis hin zu potenziellen Partnern.
9. Lass dein Startup wachsen
In der frühen Wachstumsphase deines Startups liegt der Fokus meist darauf, Systeme und Prozesse zu verfeinern, dein Produkt oder deinen Service weiterzuentwickeln und deinen Kundenstamm auszubauen.
In dieser Phase reinvestieren viele Startups ihre Gewinne wieder in das Unternehmen, um das Wachstum weiter zu skalieren. Und viele Startup-Gründer suchen nach Möglichkeiten, zusätzliche Finanzierungen und Fördermittel zu erhalten. Für Unternehmen, die in Estland tätig sind, besteht die Möglichkeit, auf EU-Fördermittel und Zuschüsse zuzugreifen.
Das estnische e-Residency-Programm bietet eine umfassende Übersicht über europäische Fördermöglichkeiten sowie Förder- und Mentoringprogramme in Estland. Ülane erklärt, dass das e-Residency-Programm außerdem aktiv versucht, e-Resident-Gründer mit dem Startup-Ökosystem in Estland zu vernetzen.
Mit dem Wachstum deines Unternehmens kann es außerdem notwendig werden, dein Team zu vergrößern, damit es über die richtige Mischung aus Kompetenzen und Erfahrung verfügt.
Ziehe in Betracht, in Estland einzustellen – das Land ist bekannt für seine technisch versierte Belegschaft, starke Bildungsergebnisse und flexible Arbeitsmarktregelungen.
Abschließende Gedanken zur Gründung eines Startups in Estland
Ein Startup zu gründen, kann einschüchternd, aufregend und eine außergewöhnliche Reise sein. Für Unternehmer mit einer Geschäftsidee, die ein Startup gründen möchten, sind Länder wie Estland eine beliebte Wahl für ortsunabhängige Unternehmen.
Das estnische e-Residency-Programm kann Startups dabei helfen, ihr Unternehmen zu führen und zu skalieren – indem es die Registrierung und Verwaltung eines Unternehmens einfach und kostengünstig macht, Zugang zum EU-Binnenmarkt und zu EU-Fördermitteln bietet und durch ein günstiges Steuersystem sowie eine lebendige Gründerkultur ein Umfeld schafft, in dem Netzwerk und Geschäft wachsen können.
Dieser Artikel wurde vom Gastautor und erfahrenen digitalen Nomaden Andy Stofferis (www.andysto.com) verfasst.
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